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Ostegg - Eigerhörnli 1927

Interessanterweise ist der "untere Teil" des Mittellegigrates, die Eigerhörnli oder Eigerhireleni, wie sie die Einheimischen nennen, erst sechs Jahre nach dem Mittellegigrat erstmals begangen worden. Mit von der Partie war Samuel Brawand, welcher auch zur erfolgreichen Seilschaft am Mittellegigrat gehörte. Zusammen mit Bergführerkamerad Emil Steuri und zwei japanischen Bergsteigern gelang ihm diese Erstbegehung im August 1927.

Das Gebiet der Eigerhörnli wurde in dieser Zeit recht häufig besucht. Auch Abstiege von der Mittellegihütte her sind bekannt. Dann wurde es etwas stiller um diesen Teil des Eigers. Die Nordwand zog die Aufmerksamkeit auf sich und er etwas brüchige Fels in den Eigerhörnli entsprach nicht mehr den Wünschen der Alpinisten.

1982 überschritten Ruedi Bhend und ich die Eigerhörnli. Wir starteten um 3 Uhr bei der Gletscherschlucht im Talboden von Grindelwald auf knapp 1000 Meter über Meer und erreichten die Mittellegihütte auf 3355m genau 12 Stunden später. Die Herausforderung der Tour lag einerseits im Finden des schnellsten Weges, andererseits im Überwinden der schon fast sagenhaften Schlüsselstelle im "Hick". Beides ist uns einigermassen gelungen.

Die Tour wurde dadurch neu lanciert und gilt heute als klassisch, vor allem nach dem Bau der Ostegghütte als idealem Ausgangspunkt. Französisch sprechende Bergsteiger haben für die Gesamtüberschreitung des Eigers von der Ostegghütte 2317 m zur Station Eigergletscher 2319 m die schöne Bezeichnung „Eiger intégrale“ kreiert.

Die Ostegghütte 2317 m wurde 1998 anlässlich des 100. Geburtstages des Bergführervereins Grindelwald von den Bergführern selber erbaut.

Schöne Stimmungen sind von der Ostegghütte aus zu bewundern ...

... ein feines Essen muss man aber selber zubereiten!

Impressionen von der Tour über die Eigerhörnli zur Mittellegihütte

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Nordwand.html